Rohrverstopfung: Und jetzt?

Oktober 2016

Ist ein Abwasserrohr in einer Mietwohnung verstopft, dann ist guter Rat teuer. Schnell ist der Schaden mit hohen Kosten verbunden, wenn ein Fachmann die verstopften Rohre reinigen muss. Doch wer muss für diese Kosten aufkommen? Abwasserrohre gehören zur Mietsache Alle Installationen wie Wasser, Gas und auch Elektroinstallation sind Bestandteil des Mietobjekts. 

Für all diese Installationen gilt: Der Vermieter muss sie dem Mieter in einem gebrauchsfähigen Zustand überlassen und während der Mietzeit in diesem Zustand erhalten. Das heißt jedoch nicht, dass Abwasseranlagen regelmäßig durch den Vermieter überprüft werden müssen. Diese Pflicht hat der Vermieter nur bei Rohren, die außerhalb der Wohnung verlaufen. „Als Mieter sollte man sich daher sofort melden, wenn das Wasser nicht mehr richtig abläuft. Die meisten Vermieter sind dankbar über eine beginnende Verstopfung der Abwasserrohre informiert zu werden. So lassen sich kostspielige Notfall-Reparaturen vermeiden“, erklärt ALPE Kanal Chef Mario Manzl.

Nicht immer in der Pflicht

Aber: Der Vermieter ist nicht immer in der Pflicht für die Reinigungskosten von verstopften Rohren aufzukommen. Ist der Mieter verantwortlich für die verstopften Rohre, dann hat dieser auch die Kosten für deren Reinigung zu tragen. Im juristischen Sprachgebrauch ist dann die Rede von einer „nicht vertragsgemäßen Nutzung der Mietsache“. „Das schließt das Runterspülen von Hygieneartikeln oder den Missbrauch der Toilette als Müllschlucker ein“, so Manzl. „Auch Fett, dass über die Spüle entsorgt wird, aushärtet und sich im Abfluss festsetzt kann eine Verstopfung verursachen.“

Nachweis zwingend

Doch nicht immer kann der Vermieter die Kosten auf den Mieter übertragen. Will der Vermieter die Kosten für die Reinigung verstopfter Abwasserrohre auf den Mieter übertragen, muss er zweifelsfrei nachweisen, dass Verstopfung durch einen bestimmten Mieter verursacht wurde. Bei Objekten mit mehreren Wohnungen kann dieser Nachweis sehr schwierig werden, zum Beispiel wenn die Verstopfung das Fallrohr betrifft. Auch bauliche Mängel wie ungenügendes Gefälle und starke Verkalkungen sind nicht vom Mieter zu verantworten.

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